Klaus und Andreas Bronner ehren Olaf Wittig (rechts), der seit 20 Jahren bei "Bropack" arbeitet und in der Zeit wesentlich zum Aufbau der Verpackungsabteilung beigetreten hat.

 

Dornhan-Leinstetten. Die Firma Bronner Packmittel KG hat ein erfolgreiches Jahr 2014 hinter sich. Der Umsatz konnte deutlich gesteigert werden.

Im Mai vergangenen Jahres ist Andreas Bronner als Prokurist ins elterliche Unternehmen eingestiegen. Er hat zuerst Industriekaufmann gelernt, dann in Villingen-Schwenningen bei der Handwerkskammer Betriebswirtschaft studiert. Er unterstützt jetzt in verantwortlicher Position seinen Vater Klaus Bronner. "Die Arbeit ist umfangreicher geworden", erklärt der Junior. So ist die Firma weiter gewachsen, nicht nur, was den Umsatz angeht, sondern auch hinsichtlich der Mitarbeiter. "Bropack" in Leinstetten hat derzeit 25 Mitarbeiter.

Am Standort in Leinstetten ist es außerdem eng geworden. Das Problem versucht Andreas Bronner durch Verschlankungen zu lösen. Damit meint er nicht Personalabbau, sondern eine effizientere Gestaltung der Arbeitsplätze. Außerdem hat das Leinstetter Verpackungsunternehmen das Sägewerk Rath in Dornhan am Stadtausgang Richtung Marschalkenzimmern gemietet. Dort werden für den Transport von Waren hauptsächlich Schwerlastböden hergestellt. Verpackt wird hier ebenfalls. Momentan werden Hilfsgüter, die für Projekte in Afrika, Asien und der Karibik bestimmt sind, im Auftrag der UN für den Transport fertiggemacht.

Zur Umsatzsteigerung im Vorjahr haben nicht zuletzt neue Kunden beigetragen. Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern, ließ sich der mit modernen Maschinen ausgestattete Betrieb zertifizieren und erhielt als eines von nur 61 Unternehmen in Deutschland das Gütesiegel des Fachverbands HPE (Holzpackmittel, Paletten und Exportverpackungen). "Dies stellt eine Bestätigung unserer Arbeit dar und hat eine positive Signalwirkung in Richtung unserer nationalen und internationalen Kunden", erklärt Andreas Bronner.

Kisten, die beispielsweise auf Containerschiffe geladen werden, müssen hohe Belastungen aushalten. Verpackte Güter, die mit dem Flugzeug transportiert werden, dürfen sich nicht selbstständig machen. Das könnte eine Katastrophe auslösen. Die Zertifizierung stelle sicher, dass die verpackten Produkte sicher das Ziel erreichten, sagt Andreas Bronner.

Seit 1963 sorgt das Unternehmen "Bropack" mittlerweile mit seinen Produkten dafür, dass Transportgüter jeder Art weltweit wohlbehalten am Bestimmungsort ankommen. Das Angebot reicht dabei von Paletten und Versandkisten über Sperrholzfaltkisten und Kombinationsverpackungen aus Holz und Wellpappe bis hin zu Bibox-Mehrwegverpackungen für den nationalen sowie internationalen Handel. "Bropack" verwendet für die Statikberechnung der Kisten und Paletten ein spezielles EDV-Programm. Mit dieser Leistung, so Bronner, "heben wir uns von Wettbewerbern ab".

Gerade weil Verpackung eine verantwortungsvolle Arbeit ist, werden Fachkräfte benötigt. "Ausbildung ist unser großes Thema", teilt Andreas Bronner mit. In diesem Jahr wird ein Industriekaufmann beziehungsweise eine Industriekauffrau ausgebildet. Gerne würde der Betrieb aber auch für die Produktion Lehrlinge annehmen. Nur habe sich für die Ausbildung eines Holzmechanikers mit der Fachrichtung Holzpackmittel niemand beworben. Dass es diesen Beruf gebe, sei kaum bekannt, bedauert Bronner, der nun auf Ausbildungsmessen dieses Berufsbild vorstellen möchte.